Donnerstag, 21. Juli 2011

Hungerhilfe oder Euro-Rettung - was ist sinnvoller?


Am Horn von Afrika bahnt sich eine Katastrophe an. In Somalia tobt seit zwanzig Jahren ein Bürgerkrieg, in den Nachbarländern herrscht Dürre. Zum ersten Mal seit 1985 spricht die UNO wieder von einer Hungersnot, das World Food Programm versucht derzeit, bis zu 1,5 Millionen Menschen mit Nahrung zu versorgen.
Trotzdem reichen die Maßnahmen nicht aus, jeden Tag erreichen uns erschütternde Bilder die zeigen, wie Menschen unter dem Hunger leiden, wir hören Berichte von Flüchtlingen, die sterbende Angehörige zurücklassen mussten.
Was tut Europa? Bundeskanzlerin Merkel sagte auf ihrer Afrikareise eine Hilfe von einer Million Euro für das größte Flüchtlingslager der Welt im kenianischen Dadaab zu. Eine großzügige Spende, nicht wahr?
Aber was geschieht derzeit noch in Europa, was steht ganz oben auf der Tages-
ordnung? Natürlich die Rettung der europäischen Währung. Der Euro-Rettungsschirm ist derzeit auf 750 Milliarden Euro aufgebläht (inkl. Mittel des IWF). Was noch? Die Rettung der Banken. Allein die Hypo Real Estate musste zeitweise mit bis zu 140 Milliarden Euro unterstützt werden. Verglichen damit sehen eine Million Euro ziemlich armselig aus. Und wohlgemerkt, in Ostafrika geht es nicht ums Geld, um die Stützung von Börsenkursen, um die Sicherung von Arbeitsplätzen, es geht ums nackte Überleben.
Was ist das für eine verrückte Zivilisation, die wir geschaffen haben? Eigentlich müsste es umgekehrt sein, die Rettung von Menschenleben müsste höchste Priorität haben, alles andere müsste hintenanstehen.
Aber gut, derzeit sind die Verhältnisse nun mal so. Was können wir tun? Zunächst einmal können und sollten wir natürlich Geld spenden. Zum Beispiel an das Bündnis www.entwicklung-hilft.de Oder an www.aktion-deutschland-hilft.de.
Noch sinnvoller ist es aber, dauerhaft zu helfen. Zum Beispiel könnte man an der Küste große Anlagen zur Entsalzung von Meerwasser bauen und diese mit alternativer Energie betreiben. Sonne und Wind gibt es in dieser Region mehr als genug. Die Technologie dafür steht bereits zur Verfügung. Die Förderung solcher Exporte bringt sicher mehr als die Ausfuhr von Waffen.
Am sinnvollsten ist es aber, grundsätzlich über die Welt und das Leben nachzudenken, damit es in Zukunft nicht mehr zu Kriegen und Hungersnöten kommt. Ich habe es getan. Mehr über mich und meine Ideen erfahren Sie unter www.elkvonlyck.de 

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