Mittwoch, 13. Juli 2011

Buchkritik - Die Abenteuer des Baron von Krähenschreck von Philip Pullman





Wie erwacht eine Vogelscheuche zum Leben? Normalerweise, indem sie vom Privatfernsehen gecastet und in eine Model-WG eingesperrt wird. Doch es gibt auch Ausnahmen. Baron von Krähenschreck trifft in einer magischen Gewitternacht der Blitz, alle seine Moleküle ordnen sich zufälligerweise so an, dass aus ihm ein lebendiges Wesen wird. Am nächsten Morgen erscheint Jack, ein Waisenjunge, auf dem Feld, um sich etwas Essbares zu besorgen. Der Baron bittet ihn um Hilfe, denn er hat nur ein Bein. Jack verschafft ihm ein zweites und wird zum Dank als Diener eingestellt.
Beide ziehen in die Welt hinaus und müssen sich mit allerlei schrägem Volk herumschlagen, sie begegnen Straßenräubern, Wanderschauspielern und Wahrsagern. Dabei werden sie von einem Anwalt verfolgt, dessen Auftrag lautet, die Vogelscheuche an ihren angestammten Platz zurückzubringen.
Jack und der Baron geraten in einen Krieg hinein. Weil die Vogelscheuche dumm wie Stroh ist, wird sie konsequenterweise zum Offizier ernannt. Die Schlacht verläuft jedoch nicht wie erwünscht und die beiden müssen fliehen. Mit einem Floß treiben sie aufs Meer hinaus...

Bewertung:
Dieses Buch ist fantasievoll und spannend, aber das kann man über viele Jugendbücher sagen. Ich empfand es darüber hinaus als aufmunternd und ermutigend. Junge Leser lernen, dass es selbst unter schwierigsten Bedingungen immer irgendwie weitergeht, selbst der größte Strohkopf kann es im Leben zu etwas bringen.
Für besonders gelungen halte ich die Illustrationen von Einar Turkowski. Sie sind mit feinem Strich gezeichnet und erdrücken den Text nicht, wie es bei anderen Jugendbüchern der Fall ist.

Titel: Die Abenteuer des Baron von Krähenschreck
Autor: Philip Pullman
Carlsen Verlag
208 Seiten
EUR 16,90

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