Dienstag, 28. Juni 2011

Bayern-LB verklagt Manager

Die gute Nachricht des Tages: Der Verwaltungsrat der bayrischen Landesbank hat entschieden, noch in diesem Monat Klage gegen acht Ex-Vorstände zu erheben. Hintergrund ist der Kauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria, der für 550 Millionen Euro Verlust sorgte. Daran sollen sich die Nieten in Nadelstreifen wenigstens mit einem Teil ihres Privatvermögens beteiligen.
Bravo! Endlich zeigen Politiker einmal Mut, gegen unfähige und korrupte Banker vorzugehen. Ich sage deshalb "Politiker", weil neun (!) der elf Verwaltungsräte von der Politik ernannt werden bzw. der bayrischen Staatsregierung angehören. So muss es weitergehen! Auch im Fall der West LB muss Anklage erhoben werden, auch dort wurden wider besseren Wissens gewaltige Summen verschleudert.
Und auch in der Eurokrise müssen die Politiker Rückgrat beweisen. Banken, Versicherungen und Pensionsfonds müssen sich an den griechischen Verlusten beteiligen, sie sind nicht so "systemrelevant", wie sie selbst glauben. Es gibt keinen "Domino-Effekt". Das ist ein Schreckgespenst, das von jenen am Leben erhalten wird, die von den bisherigen Zuständen profitieren, sprich: Privatisierung der Gewinne, Verstaatlichung der Verluste. 
Deshalb: Nur Mut!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen